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2005 - Berlin

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Eigentlich müsste hier jetzt mein Bericht von unserem Ausflug stehen, ja müsste!!
Aber weit gefehlt. Ich habe mich entschlossen euch ein Märchen zu erzählen. Und was liegt näher als die nun folgende Geschichte ...

Schneewittchen und die sieben Zwerge

In den Hauptrollen :
Andi alias der " graue Star"
Marco alias das " Biondchen"
Felix alias der "Räpplispalter"
Stefan alias " Schnuggi"
Marcel alias der " Fels"
Robi alias der " Navigator"
Roger alias der "Stift"

Also lasst uns beginnen .....

Tag 1
Es war einmal vor langer langer Zeit in einem weit entfernten Land, dort lebten die sieben Zwerge. Als sie eines Tages ihr Jubiläum zu feiern hat-ten und noch keine Spur von Schneewittchen zu sehen war, entschlossen sie sich zu einem Ausflug. Wohin, das war die Frage, und weil dies ein sehr wichtiger Entscheid war, wurden Felix und Robi damit beauftragt, diese Reise zu planen. So trafen sich die Reisewilligen am Abend des ersten Septembers 2005 um 18.00h im Cafe Frey zu Basel. Jeder von ihnen bewaffnet mit einem Rucksack mit ihren Habseligkeiten darin. Nach kurzer Verwirrung, welches nun das geeignete Ver kehrsmittel sei, ging es mit dem Bus zu m Flughafen Basei -Mulhouse. Voller Aufregung (welcher Zwerg war ja vorher schon geflogen?) fieberten wir unserem Reiseziel entgegen, welches Robi und Felix so spät wie nur irgend möglich bekannt geben wollten.

Das Gate füllte sich allmählich und siehe da, wir trafen hier auch noch auf andere Märchenfiguren. So war auch der Förster vom Silberwald mit seinem Bruder zugegen. Schnell noch ein sehr kostengünstiges Bier zu uns genommen ging's auch schon los : Bording-Time mit Flight No. EZY4635 von Basel nach Berlin Schönefeld. Juppi! Berlin, das war ja schon eine richtige Überraschung ! Dort soll also das Schneewittchen leben. Nach einem kurzen, ohne jegliche Zwischenfälle verlaufenen Flug landeten wir um 22.00h in Berlin.
Standesgemäss wurden wir auf dem Parkplatz von einer (nein, nicht Siebenspänner), sieben Meter langen Strechlimousine samt Chauffeur erwartet. Das Staunen war bei dem einen oder anderen noch nicht aus dem Gesicht gewichen, knallte auch schon der Korken einer Champagnerflasche und es ging feuchtfröhlich los in Richtung unseres Wohnquartiers.

Eingebogen in die Winterfeldstrasse beschlich mich langsam ein etwas seltsames Gefühl.

Irgendetwas ist komisch an diesem Quartier . Aber was so ll's, Felix und Robi haben sicher eine gute Gegend für uns ausgewählt . Wir näherten uns langsam unserer Wohnung, die man schon von weitem sehen konnte. Sie war nämlich blau beleuchtet à Ia Blue Oyster Bar !
Da war schon wieder mein Gefühl : Ach was, hier hat es ja keine schwulen Rocker. Nur rasch das Gepäck versorgt ging's auch schon wieder weiter mit unserer Limousine, auf zu unserem ersten Erkundungstripp .
Wir fragten unseren Chauffeur nach Schneewittchen und er fuhr los in Richtung Stadtmitte. Vielleicht fänden wir ja da wonach wir suchten. Unsere Limousine hielt doch tatsächlich vor dem Brandenburger Tor . Bei Nacht hell beleuchtet ist es beeindruckend, ein echter Hingucker. Von dort fuhren wir via Unter den Linden und Siegessäule wieder zu unserer Wohnung. Hier musste unser Chauffeur uns nach drei Stunden wieder verlassen, wahrscheinlich hatte er noch einen Termin mit Schneeweissehen und Rosenrot.

Müde und vernünftig wie wir alle waren, legten wir uns nach der Bettverteilung schlafen. Wir wussten ja, dass der nächste Tag bestimmt anstrengend werden würde.

Tag 2
Am Morgen, nachdem alle wach und gewaschen waren, ging's ab Richtung U-Bahn, die uns zu unserem " Morgenessrestaurant" bringen sollte. Geführt wurden wir, wie könnte es auch anders sein, von unserem mit Stadtplan ausgerüsteten Navigator Robi. Ihm nach! Aus der U-Bahn ausgestiegen und ab Richtung Morgenessen. Doch wo nur ist unser Frühstück? Oder viel mehr, wo ist das Restaurant? Robi führte uns und führte uns, und wenn hier schon Schluss wäre müsste ich jetzt schreiben : Und wenn sie nicht gestorben sind ........... .

Tja, unser Weg führte uns etwa 12 · 511km eine Strasse entlang, und als wir langsam ungeduldig wurden ( kann ja schon mal vorkommen nach einem 45-minütigen Fussmarsch) interpretierte Robi seinen Plan endlich richtig, wir gingen über die Strasse und wieder 12' 510.5km zurück!

Ihr meint jetzt vielleicht ich würde übertreiben, nee, weit gefehlt, das Restaurant lag nur gerade 5 Minuten von der U-Bahn entfernt . Reich lich und gut wurde uns aufgedeckt, dies liess uns Kraft tanken für unsere weitere Suche nach Schneewittchen . Mit der U-Bahn quer durch die Stadt fuhren wir zum Alexanderplatz.

(Wer meint schon einmal einen grossen Funkturm gesehen zu haben, der sollte sich doch zum Vergleich den in Berlin anschauen. Wahnsinn!) Beeindruckt von diesem riesigen Platz suchte unser Navigatordas nächste Ziel und wir gingen wieder los. Nach kleinen Unsicherheiten angekommen standen wir vor dem Sea Ufe Cen ter Berlin. Hä? Wie bitte? Ich war verwirrt. Wir suchten ja sch liesslich Schneewittchen und nicht Arielle, die Meerjungfrau . Nun gut, eines muss man sagen, es war echt schön. Der Höhepun kt war die Fahrt mit einem Lift in der Mitte eines 15m hohen Zylinders, dessen Abstand von der inneren zur äusseren Scheibe 3 Meter misst.

Eine schöne Salzwasserlandschaft mit vielen bunten Fischen war zu bestaunen. Wieder draussen entschlossen wir uns zu einer Sightseeing-Tour mit einem oben offenen Doppeldeckerbus. Berlin, eine Stadt der krassen Gegensätzen. Da ging's von altehrwürdigen Gebäuden Unter den Linden zu hochmodernen glasstählernen Fassaden am Potsdamer Platz, von der Siegessäule bis zu den Regierungsgebäuden.
Felix, der vor lauter " Räpplispalterei" schon etwas müde geworden war, musste während dieser Fahrt seiner Erschöpfung Tribut zollen und sah wahrscheinlich ausser dem Mann im Mond nicht sehr viel mehr von dieser Tour.
Nach einem äusserst interessanten und tollen Tag ging es langsam wieder zurück zur unserer Wohnung. Wir mussten uns ja langsam für das Abendessen mit anschliessendem " Scheiaweia" zurecht machen.
Ich habe schon viel erlebt, aber sieben Zwerge und zwei Badezimmer (eigentlich nur ein Badezimmer, weil das zweite ausschliesslich von Stefan besetzt wurde) das hatte mir bis anhin gefehlt.
Stefan und das Badezimmer, da war es wieder, das Märchen von den Sieben Zwergen. Diesmal nur mit etwas vertauschten Rollen. So härte man von Stefan, der vor dem Spiegel stand, immer und immer wieder : "Spieglein Spieglein an der Wand, wer ist der schönste Stefan im ganzen Land?" Man könnte jetzt um des lieben Friedenswillen sagen : "Das bist du, Stefan" . Wären da nicht Andi und Marco gewesen, die vom Balkon aus ganz viele Stefans in Latexuniformen gesichtet hatten. Neugierig wie Zwerge nun mal sind, füllte sich unser Balkon mit uns sieben und wir beobachteten die ziemlich skurrilen Gestalten, die sich dort unten auf der Strasse tummelten. Nun gut, in mitten des Schwulenviertels, in das wir da geraten waren, sollten doch eigentlich auch sieben männliche Zwerge auf einem Balkon nicht auffallen, oder? Und für den Fall der Fälle war da immer noch Marcel, unser starker Mann, der für Recht und Ordnung würde sorgen können . Hungrig und frisch gestylt machten wir uns auf den Weg zum Nachtessen, welches wir in einem Restaurant am Alexanderplatz einnehmen wollten. Nur, wo ging es lang? Was würdet ihr in so einem Fall machen? Richtig ... Wir folgten einmal mehr unserem Navigator, denn dazu war er schliesslich da, und auch das kennt ihr schon. Wir gingen und gingen, frei nach! dem Motto: Einmal um die ganze Welt.........
So umrundeten wir auf der Suche nach unserem Fressnapf den ganzen Alexanderplatz! Wer weiss wie gross dieser ist, kann sich den Rest denken. Wer kennt ihn nicht, den Grundsatz, der besagt, welches der kürzeste Weg zwischen zwei Punkten ist' Ja, richtig!
Eine Gerade! Sage das mal einer unserem Navigator. ..

Endlich mit laut knurrendem Magen am Ziel angekommen, konnten wir doch noch mit unserem Abendmahl loslegen. Nach kurzer Besprechung entschlossen wir uns nach dem Essen, noch ein bisschen durch die Strassen zu spazieren. Wir hatten ja schliesslich unser eigentliches Ziel, das Finden von Schneewittchen, noch immer nicht erreicht. So ein Spaziergang kreuz und quer bei Nacht durch Berlin ist sehr interessan t und spannend und hat den Vorteil, dass man keinen Navigator benötigt. In der Oranienburgerstrasse angekommen hatte es plötzlich ganz viele aufreizend gekleidete Schneewittchen ' s. Aber das waren wahrscheinlich nicht die, die wir gesucht hatten, auch ersehnten sie keiner Äpfel, sondern nur harter Währung . Nach einem Schlummertrunk machten wir uns langsam auf den Heimweg, wir wollen schliesslich wieder zu unserem wohlverdienten Schlaf kommen.

Tag 3
......war angebrochen und wir frühstückten in einem Strassencafe nicht weit von unserer Wohnung entfernt. Der Zeitplan war eng, denn heute war etwas ganz spezielles angesagt, einen Besuch im Filmpark Babelsberg. Klingt nicht schlecht, dachte ich mir . Filmpark? Schneewittchen? Das könnte passen. Damit ich eure Augen und eure Geduld nicht all zu sehr strapaziere, fasse ich mich ganz kurz. Ausser der Bekanntschaft mit Bernd das Brot war es ein ziemlicher Reinfall und wir besch lossen, uns lieber wieder auf den Weg nach Ber lin zu machen. So, jetzt ging es vom Kurfürstendamm über die Gedächtniskirche und KADEWE weiter kreuz und quer durch Berlin. KADEWE, was heisst das, fragt ihr euch jetzt sicher . Es ist das grösste Kaufhaus von Ber lin undl bedeutet nichts anderes als Kaufhaus des Westens. Als wir so unterwegs waren passielte es, das Unfassbare! Stefan wurde von einer Taube im Sturzflug vo lle Breitseite mit einem Taubenschiss erwischt! War das jetzt die Strafe für unseren Badezimmerbesetzer? Nein, das würde j a heissen, dass unser Badezimmer I'Jach unserer Rückkehr wieder von Stefan in Beschlag genommen werden würde. Nun gut, nachdem wir wieder in unserer Wohnung waren und uns frisch gemacht hatten, ging es einmal mehr fürs Nachtessen zum Alexanderplatz. Schliesslichkannten wir diesen bereits durch unsere Odyssee tags zuvor bestens. Dank eines meeega Steaks in einem Steakhaus ging es frisch gestärkt ab zu "Scheiaweia Part two" . Andi, der Berlin schon von einem früheren Besucll her kannte, führte uns zu einer Disco namens Kuhdorf. Ihr werdlet es euch denken können. Ich war einmal mehr verwirrt. Schneewittchen müssten wir doch finden, nicht Heidi. Abgesehen davon, dass wir den Altersschnitt im Lokal dramatisch in die Höhe schnellen Iiessen, wurde recht gute Musik aufgelegt und Andi zeigte sich in ausgesprochen tanzfreudiger Stimmung. Morgens um vier verliessen wir das Lokal wieder, vorbei an betrunkenen Gestalten, (nein, nicht Andi) und gingen zu Fuss zurück zu unserem Lager .

Tag 4
......und wieder begann es mit einem ausgiebigen Frühstück in unser em Strassencafe Der Tag stand ganz unter dem Motto Heimreise, also packten wir unsere Siebensachen und machten uns auf den Weg zum Flughafen. Unterwegs wollten wir noch eine unterirdische Festung aus dem Zweiten Weltkrieg besich tigen . Da aber unser Navigationssystem einmal mehr spuckte und die Zeit immer knapper wurde, haben wir diese Besichtigung ersatzlos gestrichen. Wir bestiegen die S-Bahn in Richtung Flughafen Ber lin-Schönefeld. Nach einem ebenso ereignislosen Rück- wie Hinflug landeten wir am Abend des vierten Septembers wieder sicher und gesund in Basel. Es sei an dieser Stelle nochmals ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es ein super Ausflug war. Im Namen aller (glaube ich zumindest) sei Robi und Felix nochmals für die Organisation und Durchführung des Jubiläums-Ausfluges 2005 gedankt. Bleibt mir nur noch die Erkenntnis, Schneewittchen ist entweder schwul oder eben doch nur ein Märchen ..................

Wer wissen will, ob und wie dieses Märchen von den sieben Zwergen weiter geht, soll uns an der diesjährigen Fassnacht vom 6.- 8. März besuchen kommen!!!!
Zum Schluss bleibt mir nur noch eines, mich märchenwürdig von euch zu verabschieden.
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute und glücklich bis ans Ende ihrer Tage ...


Roger

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