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2008 - Nancy

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Dr' Zoggeli in einer anderen Welt - Cap Lorraine

Bis Mitte des 17. Jahrhunderts trennte ein grosser, freier Platz Alt- und Neustadt von Nancy. Der ehemalige König von Polen, Stanislas Leszczynski, der 1737 Herzog von Lothringen geworden war, plante, dort einen Platz zu Ehren seines Schwiegersohns, des französischen Königs Ludwig XV., zu errichten. Als erster unter den französischen "Königsplätzen" ehrt er den König und ist gleichzeitig ein Ort für Volksfeste. Für diesen Platz haben Stanislas und sein Architekt Emmanuel Héré einen idealen Standort gefunden. Der als militärisches Oberhaupt für die Festung verantwortliche Marschall de Belle-Isle hatte sich dem lange widersetzt. Im März 1752 wurde dann offiziell der erste Stein des ersten Pavillons gelegt, und im November 1755 wurde der "Königsplatz" feierlich eingeweiht. In der Mitte des Platzes erhob sich eine Bronzestatue der Bildhauer Barthélemy Guibal und Paul-Louis Cyfflé, die Ludwig XV in antiker Gestalt darstellte. Die Statue und ihre Allegorien verschwanden bei der französischen Revolution, und erst 1831 wurde die neue Statue von Stanislas, ein Werk von Jacquot, eingeweiht. Rings um den Platz liess Emmanuel Héré in derselben klassischen Form durch Risalite gegliederte Pavillons errichten. Im Süden liegt das Rathaus, dessen Fassade mit dem Wappen von Stanislas und der Stadt Nancy geschmückt ist, im Osten das Grand Hôtel, vormals Pavillon des Gutsverwalters Alliot, und die Oper von Nancy und Lothringen, vormals Sitz des Steuereinnehmers, und im Westen der Pavillon Jacquet und das Musée des Beaux-Arts (Museum der schönen Künste), in dem zur Zeit von Stanislas das Collège de Médicine untergebracht war. Im Norden, wo der Zwischenfall, der die Bastionen von Vaudémont und Haussonville verband, lag, hatte Emmanuel Héré aus Gründen der militärischen Sicherheit nur einstöckige Pavillons vorgesehen. Die schmiedeeisernen Gitter von Jean Lamour, die die Gebäude miteinander verbinden, sind zusammen mit den Amphitrite- und Neptunbrunnen (Barthélemy Guibal) von der Form und dem Schmuckwerk her im Rokokostil gestaltet.

Traditionsgemäss trafen wir uns im Café Frey in Basel. Normalerweise begannen wir unseren Glygge-Usflug am Freitagmorgen. Dieses Mal starteten wir bereits am Donnerstagabend. Unsere beiden Organisatoren, Marco und Robi, waren nicht zugegen, da sie am Startpunkt ihre Vorbereitungen am Beenden waren. Martin (einer unserer neuen Aktiven auf Probe) hatte die Aufgabe, uns mit einem "grossen" Auto mit sieben Sitzplätzen, an den Start zu chauffieren.

Aber, wo sollte all unser Gepäck hin? Der Kofferraum war zu klein und ein Sitzplatz war auch keiner mehr frei. Nach einigen Minuten hatten wir das Problem gelöst und alle konnten sich es, mehr oder weniger, bequem machen im Innern des Wagens.

Unsere Fahrt sollte maximal drei Stunden dauern, aufgrund der Tatsache, dass es ein bisschen eng war und wir auch nicht jünger werden, musste der eine oder andere Halt eingelegt werden, um Flüssiges loszuwerden.

Nach gut drei Stunden kamen wir bei völliger Dunkelheit, irgendwo in den Pampas von Lothringen, in der Nähe von Lagarde an. Unsere beiden Kapitäne nahmen uns dort in Empfang. Da wir uns an einem Kanal befanden, war uns bald klar, dass wir auf ein Kanalschiff gehen würden. In völliger Dunkelheit liefen wir einige Meter auf einem schmalen Pfad und trafen auf die "Cap Lorraine". Daneben brannte ein kleines Lagerfeuer. Nachdem wir unsere Kojen bezogen hatten und das Gepäck verstaut war, gab es einen Aperitif.

Schnell wurden die "Rindslamm-Filets" auf den Grill gelegt. Scharf waren diese Dinger, vor allem die zweite Ladung, und es musste tüchtig gelöscht werden.

Diesen letzten Spätsommerabend in diesem Jahr konnten wir bei angenehmer Temperatur in voller Länge auf Deck der Cap Lorraine geniessen.

Als kleiner Höhepunkt wurden uns T-Shirts in verschiedenen Farben verteilt mit der Aufschrift "MS Zoggelischletzer Basel 2008". Dunkelblaue Leibchen für die "Alten", gelbe für unsere "Frischlinge" und ein rosa T-Shirt für unser Püppi! Hübsch! Hübsch!

Tief in der Nacht zogen wir uns in unsere Kojen zurück und es kehrte Ruhe ein auf dem Schiff. In der Nacht begann es heftig zu regnen und gegen vier Uhr wurde ich hellwach. Mein Schlafsack war nass und ich spürte eine unangenehme Feuchtigkeit an mir...ja denkt was ihr wollt, aber das war es nicht! Von aussen lief das Regenwasser in die Schieberinne des Fensters und von dort nach innen der Wand entlang. Es tropfte herab auf mich. Rasch organisierte ich eine Pfanne aus der Küche und wechselte ins "Wohnzimmer" zu Martin, wo noch ein Plätzchen frei war. Am nächsten Morgen konnte ich einen Augenschein nehmen von der Wassermenge, welche sich angesammelt hatte in der Pfanne... eine unangenehme Sache, nur daran war nichts mehr zu ändern und eine Koje unbrauchbar.

Nach einem kräftigen Frühstück u.a. mit Baguette, französischen Weichkäse und Gänseleberpastete, fuhren wir auf dem Kanal Sânon, welcher eingebettet ist in einer wunderbaren Landschaft. Es war schön auf dem Dach zu sitzen, den Fahrtwind in den Haaren zu spüren, wenn man noch welche hat, und die Bäume in ihren vielen Farben zu betrachten. Nach einigen Zwischenhalten (auch mit unliebsamen Überraschungen beim Aussteigen - Roger, ach Du Sch...) und vielen Fahrstunden von verschiedenen Kapitänen, kamen wir im Hafen von Nancy an. Das Wetter hatte einigermassen gehalten und wir freuten uns auf einen Spaziergang durch die Alt- und Neustadt.

Nach einem Schlummerbecher ging es zu später Stunde auf die Indoor-Kart-Bahn zum Qualifikationstraining mit anschliessendem Rennen gegen Mitternacht!

Schon die Qualifikation war ein Kampf um die besten Startpositionen und es wurde zum Teil richtig gecrasht! So ergab sich die folgende Startaufstellung für das Rennen: 1. Robi, 2. Stöpps, 3. Roger, 4. Martin, 5. Marco, 6. Felix, 7. Tobi, 8. Cello und 9. Andi.

Nun zum Rennen und ich halte mich dabei strikt an die ausgedruckten Zeiten, damit ich mir nicht im Nachhinein noch eine Klage einhandle. 

Der Start verlief reibungslos, alle waren am Einfädeln und es ging auf die zweite Kurve zu und da krachte es mächtig... die Startaufstellung war auf den Kopf gestellt und nach der ersten Runde führte zwar Robi (0) vor Martin (0), dann folgte aber bereits Felix (-3) vor Tobi (-3), Andi (-3), Marco (+2), Cello (-1), Stöpps (+6) und Roger (+6)! Nach einem turbulenten Rennen feierte Robi einen Start-Ziel-Sieg auf dem 2. Platz folgte Martin und Dritter wurde Stöpps (nach einer fulminanten und waghalsigen Aufholjagd) vor Tobi, Felix, Andi, Roger, Cello und Marco. Dass dabei eine teure Uhr überfahren wurde, war nebensächlich. Für reichlich Diskussionsstoff war auf jeden Fall gesorgt nach dem Rennen. Ein Fairnesspreis konnte leider nicht vergeben werden bei diesem Anlass, da noch heute nicht klar ist, wer eigentlich wen, von der Piste gedrängt hatte und wahrscheinlich wird das immer ein Geheimnis bleiben.

Nach der Rückkehr auf unser Schiff wurde noch lange diskutiert bis spät in die Nacht und dabei wurde einiges an "änischem" Sprit vernichtet.

Es folgte ein trister Samstag an welchem es den ganzen Tag aus Kübeln goss. Wir spielten "Hose abe" und füllten die Glygge-Kasse oder lernten einander pokern, führten Männergespräche oder schliefen und träumten von einer Kreuzfahrt auf dem Meer bei herrlich warmen Temparaturen...

Irgendwann gegen 19.00 Uhr waren alle geduscht, parfümiert und richtig eingekleidet, zum Abmarsch bereit. Wir gingen in die Stadt und suchten uns ein richtig gemütliches Restaurant aus, in welchem jeder Essen durfte, zu was er Lust hatte. Es war ein Genuss wieder einmal so viele zufriedene und fröhliche Gesichter zu sehen.

 Gestärkt schlenderten oder rollten wir durch die Gassen und genossen ein Schlummerbierchen vor einem Pub bei 13 Grad! Da fällt mir ein passender Song ein: 36 Grad und es wird noch heisser...von der Gruppe 2Raumwohnung...ah wie wär das jetzt schön...

Uns war klar, dass Nancy nicht Hamburg ist und wir kein Lokal finden würden, wo wir noch singen durften...eigentlich schade, denn wir waren doch noch gar nicht so richtig müde.

Zurück auf dem Schiff begann die längste Zoggelischletzer-Poker-Nacht, welche dann am Sonntagmorgen so gegen 04.45 Uhr endlich endete. Marco wurde der ungekrönte Poker-König des Morgengrauens in der Lorraine. Da sage mal einer es gibt keine Gerechtigkeit im Sport, wenn man mit dem Autorennen der vorletzten Nacht vergleicht. Alle abgezockt, fast alle!

Früh ging es los, denn wir mussten ja den ganzen Weg von ca. 6 Stunden zurückfahren. Schon als wir starteten, machte es den Anschein, dass etwas mit der Steuerung dieses Kahns nicht stimmen konnte. Leider bewahrheitete sich dies dann, als wir Vollgas geben wollten. Die Cap Lorraine kam nicht annähernd an die Leistung des Freitages heran. Später stellte sich heraus, dass sich ein grosser Plastiksack um die Schraube gewickelt hatte und dieser durch die herbeigerufenen Eigner nur mühsam, Stück für Stück, herausgeschnitten werden konnte.

Dadurch verloren wir sehr viel Zeit und bald einmal wurde klar, dass wir es nicht mehr rechtzeitig bis zum Ausgangspunkt unseres Ausfluges schaffen würden. Ein Notplan wurde umgesetzt.

Etliche Stunden später sassen wir in unseren beiden Autos und fuhren in Richtung Basel. Nach einem letzten gemütlichen Zusammensitzen beim Nachtessen auf einer Autobahnraststätte, trennten wir uns.

Ein intensiver, interessanter, impulsiver, idyllischer, illustrer, informativer, inniger, instand haltender, intimer und unzensierter Glyggen-Usflug 2008 ging zu Ende, aber nicht ohne, dass wir Euch allen HERZLICH DANKE SAGEN, für Eure tolle Unterstützung, dass wir Fasnacht machen dürfen und können. EURE NEUN ZOGGELIS.

 

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