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2011 - Ötztal

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Wer bitte ist Indiana Jones...?

Wir schreiben das Jahr 2011. An einem beschaulichen Donnerstag abend trafen sich sechs Gestalten im Café Frey beim Bahnhof in Basel. Eigentlich war dies ein Tag wie jeder andere. Man trinkt einen Café, plaudert über dies und das und lässt den Tag Revue passieren. Wären da keine Taschen, könnte man diese Geschichte hier eigentlich schon beenden. Tun wir aber nicht! Mit diesen Taschen ist jedes Jahr eine Hoffnung verbunden. Habe ich das Richtige dabei? Fehlt was? Habe ich was übersehen? Naja, spätestens am Sonntag abend weiss ich es.

Nachdem wir in den letzten Jahren immer wieder verschiedene Fortbewegungsmittel benutzt hatten, durften wir in einem VW Bus Platz nehmen. Erstaunlich wie gross diese Kiste ist. Nun ging es endlich los und die Fragerei bezgl. der Kleidung hatte ein Ende. Spätestens jetzt war es schlicht zu spät noch was ändern zu wollen. Zügig ging es in Richtung Osten. Ein paar Stunden und Pausen später erreichten wir unser Ziel im Ötztal. Die Pension Stecher. Spätestens jetzt wurde jedem bewusst, dass wir uns in der beschaulichen Alpenwelt befanden. Alles war dunkel, kein Mensch, Fuchs oder Hase. Nix! Zum Glück gab es auf der anderen Strassenseite so etwas wie eine Zuflucht in Form einer Bar. Ein, zwei Schlummerbecher später war auch schon das meiste besprochen und wir eigentlich schon auf dem Weg in die Pension. Zwischenzeitlich hatte es auch begonnen zu Regnen. Sinflutartig. Uns konnte es eigentlich egal sein, da wir ja im trockenen unter einem robusten Storen sassen. So diskutierten wir begleitet vom Geräusch des Regens weiter. Das Geräusch wurde immer öfter von einem knirschen und knarren, welchem wir zunächst nicht all zu viel aufmerksamkeit schenkten. Dies änderte sich schlagartig als sich das angesammeltet Wasser Tsunami-artig auf unseren Tisch ergoss. Manch einer konnte sich nur noch mit einem kühnen Sprung ins trockene retten.

 

Am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück mal wieder in unserem Bus in Richtung Area 47. Die Area ist ein Bereich in dem verschiedene Aktivitäten angeboten werden. Cool ist, dass für alle was geboten wird. Canyoning, River rafting, Mountain biking, Klettergarten, der höchste Seilpark in Europa (...), eine Tarzan-Bahn oder auch Flying Fox genannt. 

Wir als echte Kerle bagannen natürlich mit dem Canyoning. Canyoning birgt verschiedene Herausforderungen mit sich. Zunächst einmal die Herausforderung sich in einen vom vortag noch feuchten Neopreon zu quetschen. Danach in eben diesem speziell riechendem Ding, gemeinsam mit zehn anderen ebenso so nett riechenden Gestalten, in einem kleinen Bus eine Gebirgsstrasse hochzufahren... Spannend oder eben auch übel. Am Ziel angekommen wurden wir darfür für alles entschädigt. Natur pur! Der Einstieg in die Schlucht war auch schon standesgemäss. Wir durften uns einzelln von einer Brücke rund 20m abseilen. Mitten hinein in einen kalten Bergbach. Spätestens jetzt waren alle hellwach. Die nächsten zwei Stunden verbrachten wir mit klettern, springen, rutschen, lachen und hatten enormen Spass dabei. Canyoning ist purer Stressabbau und kann von uns nur weiterempfohlen werden. Nach diesem Abenteuer stiegen wir wieder in unseren Bus und fuhren zurück in die Area 47. Raus aus dem Neopren und rein in die Area. Nach einer Stärkung ging es auch schon weiter zu einem doch recht interessanten nächsten Abenteuer der anderen Art. Usere beiden Organisatoren hatten uns eine Stunde im Seilpark gebucht. Zu diesem Seilpark gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Ausser, es hat eigentlich nicht viel mit einem Seilpark zu tun. Im wesentlichen befindet man sich unter einer Brücke. Einer verdammt hohen Brü

cke! Unter dieser sind verschiedenste Elemente aus Holz, Seilen, Netzen oder sonst was aufgehängt. Nichts ist wirklich fest, alles wackelt irgendwie. Die Teilnehmer selber sind mit einem Klettergurt an einem Schienensystem gesichert. Aber eben, alles wackelt, bewegt, verschiebt sich und befindet sich 50 m über dem Boden. Der Einstieg ist an und für sich recht einfach. Man hängt sich ein und klettert mal vom soliden Podest zum ersten Stück Holz... Oh Mann! Manch einer fragte sich hier wohl bereits: " Was tue ich hier?"

                                              

Naja, echte Kerle haben keine Angst. Weiter geht's! Wir hangeln uns also von Element zu Element und hoffen, dass die Sicherung hält. Dabei zeigen die Zoggeli's auf eindrückliche Weise die Bandbreite des Mensch seins. Gesegnet von Talent, getrieben von sportlichem Kampfgeist, auch mal ein klein wenig verkrampft, kämpften wir uns durch den Parcours. Je nach persönlicher Motivation konnte der Parcours abgekürzt werden. Diese erschien einigen als eine sehr verlockende Option und nutzten diese auch. Die Adrenalin Junkies unter uns hangelten sich fröhlich weiter

und genossen das Panorama während dem die vernünftigen, bereits wieder auf festem Boden, sich nach dem Sinn von solchen Seilparks fragten. Auf alle Fälle, lernt man sich und seine Grenzen kennen. Somit konnte jeder auf seine persönliche Weise auch dieses Erlebnis geniessen.

                 

Wie so oft ist bei traumatischen Erlebnissen ist eine aktive Nachbearbeitung erforderlich. Selbstverständlich nahmen wir diese Verantwortung war und diskutierten das eine oder andere bei einem guten Kaffee oder Eis ausführlich. Oetz im Oetztal ist eine kleine Gemeinde die voll und ganz den klischeehaften Vorstellungen eines klassischen Bergdorfes entspricht. Eingebettet in einem unglaublichem Alpenpanorama, umgeben von Wäldern, entstand hier ein Dorf welches es geschaft hat die Tradition und Moderne zu verbinden. Idyllisch würde ich das Dorf aber dennoch nicht bezeichnen. Die Hauptstrasse verbindet das Inntal mit Sölden und somit mit zwei unglaublichen Passtrassen. Hinzu kommt noch die Tatsache, dass die Tage ein wunderschönes Sommerweter um die 30 Grad herrschte. Hunderte, wenn nicht gar tausende, Motorradfahrer nutzen das schöne Wetter für ein Tour und nahmen die Pässe in Angriff.                          

Wir beobachteten das Treiben von unserem Kaffee aus und fachsimpelten über die Motorräder. Vom Schrottbike bis zum Exoten gab es alles zu sehen. Nur so viel: BMW ist nicht wirklich ein exklusives Bike... Der Rest vom Tage ist schnell erzählt. Wir besuchten ein spezielles Restaurant mit alten Kisten und einer durchschnittlichen Küche. Danach ging es wieder in unsere Bar. Diesmal ohne Tsunami.

 

Der nächste Tag begann wie immer: Raus aus dem Bett, Frühstück, rein in den kleinen Bus, rein in den nassen und stinkenden Neopren, rein in den grossen Bus, eine halbe Stunde fahren und raus aus dem Bus.

So, nun sind wir also am Ausgangspunkt unserer Raftingtour. Cool, im wahrsten Sinne des Wortes. Zunächst gab eine erste Trockenlektion. Hierbei wurde uns erklärt wie man rudert, lenkt und vor allem als Team agieren sollte. Als Team trugen wir das Schlauchboot vom Parkplatz zum Inn.

Als erstes war mal wieder kaltes Wasser angesagt. Alle durften sich kurz in die Fluten stürzen um sich anzunässen. Wieder rein ins Boot und auf zur nächsten Lektion. Diesmal durften wir die hohe Kunst des Raften kennenlernen. Padeln, Lenken, Bremsen und als Kür das gekenterte Boot wieder aufstellen. Klingt einfacher als es ist. Ist das Boot gekentert, ist die Mannschaft natürlich im Wasser. Unser Guide bat uns also, das Boot auf den Kopf zu stellen. Das Manöver ist eigentlich recht einfach aber wird im allgemeinen als unangenehm empfunden. Nicht nur das kalte Wasser sondern die Gefahr, dass man beim kentern unter das Boot gelangen kann. Bei diesen Übungen durften wir mit Freude feststellen, dass wir als Mannschaft absolut für Rafting geeignet sind. Somit stand unserer Tour nichts mehr im Wege. Gekonnt schifften wir den Inn runter und meisterten verschiedenste Stromschnellen und andere Manöver mit bravour. Manch ein Zoggeli war mit der Zeit sogar lieber im Wasser als im Boot. Nach einer viiiiiiel zu kurzen Zeit war diese Tour auch vorbei. Bei der Landungsstelle durften wir das Boot eine Böschung hochstemmen und uns wieder in einen Bus begeben. ...raus aus dem Neopren!

Area 47: Was haben wir noch nicht erlebt? Richtig, den Flying Fox und das Pendeln. Der Flying Fox ist im wesentlichen ein langes, laaaaanges Drahtseil welches von der Brücke, über das Freibad führt. Dabei hängt man mal wieder an einem Seil und schwebt über alle und alles hinweg. Das Pendeln ist im wesentlichen eine grosse Schaukel. Auch hier, was sonst, hängt man an einem Seil. Dabei stürzt man sich von der Brücke und sollte, wenn allles funktioniert, von den beiden Seilen aufgefangen werden. Für das letztere konnte sich nur noch Martin begeistern. Weniger lustig war wieder einmal der weg zu diesen Attraktionen. Einmal mehr durfte man sich über einen wackeligen Pfad zu der Platform kämpfen. Einmal mehr sich zwischen Himmel und Erde begeben... Nach diesem Abenteuer war es mal an der Zeit sich ein wenig zurück zu lehnen und zu entspannen. Was lag da wohl näher als ein Sonnenbad? Auch hier zeigte sich die ganze Bandbreite der Zoggeli. Ein paar genossen wirklich ausgiebig das Sonnenbad. Andere wiederum stürzten sich steile Wasserrutschen herunter oder liessen sich von einer Wasserkanone in den grossen Pool schiessen. Das anschliessende Abendessen stand ganz im zeichen des geniessens. Wir genossen in einem traditionellen Restaurant ein ausgezeichnetes Essen. Endlich kamen wir auch in der Diskussion bezüglich dem Fasnachsts-Sujet ein Stück weiter. Wir konnten ein paar Vorschläge streichen und somit die Auswahl reduzieren. Kreativ wie wir nun mal sind, kamen aber ebenso viele wieder hinzu....

 

 

 

Alles hat ein Ende und so auch unser Ausflug. Nach den Strapazen der letzten Tage, beschlossen wir den Sonntag ein wenig christlicher anzugehen. Nach dem ausgiebigen Frühstück packten wir alles in unseren Bus und machten uns auf den Heimweg. Unterwegs wurde der Vorschlag vom vortag, eine Sommerrodelbahn zu besuchen, nochmals aufgenommen. Dies zur Freude aller, oder besser fast aller.

Bergauf ging es mittels Sessellift. Bergab mit der Rodelbahn. Die anschliessende Fahrt bleibt verschiedenen Zoggeli in lebhafter Erinnerung. Nur so viel sei verraten: Solltet ihr mal in die Situation kommen und mit Marco eine solche Bahn besuchen. Lasst ihm den Vortritt. Einfach so..

An dieser Stelle muss man Marco und Andi ein Kränzchen winden. Sie haben einen unglaublichen Ausflug organisiert bei dem alle auf ihre Kosten gekommen sind.

Danke Jungs!!!

 

 

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